Boulespieler von Eintracht Papenburg kämpfen um Deutsche Meisterschaft

Traditionsverein schickt sechs Akteure zum Bundessportfest der DJK inEssen – Mehr als 5.000 Sportler aus ganz Deutschland werden erwartet


07.04.2026 - Die Boulesportabteilung von Eintracht Papenburg wird als einziger emsländischer Verein am 20. DJK Bundessportfest in Essen teilnehmen. Unter dem Motto „Sportsgeist trifft Kohlenfeuer“ treffen vom 22. bis 25. Mai rund 5.000 Sportler in der Ruhrgebietsmetropole aufeinander und liefern sich in 20 Disziplinen (darunter auch Boule) Wettkämpfe um die Deutschen Meisterschaften. Die Papenburger schicken sechs Spieler zu dem Sportfest.

 

Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Bundesverband der DJK (Deutsche Jugendkraft), einem katholischen Sportverband mit über

480.000 Mitgliedern in rund 1.100 Vereinen. Das Sportfest findet alle vier Jahre am Pfingstwochenende statt und bringt tausende Sportler,

Betreuer und Fans aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. 

 

„În Sachen Boule wollen wir ein Wörtchen mitreden“, gibt sich der Trainer des in der 1. Kreisklasse spielenden Papenburger Kaders,

Benno Gerbrand, kämpferisch. Gleichwohl räumt er ein, dass die Messlatte für die Teilnahme an dem Bundesvergleich sehr hoch liegt,

denn die renommiertesten der insgesamt 80 Teilnehmer in dieser Sparte kommen aus Süddeutschland. Dort wird das Pétanque-Spielen auf

Wettkampfebene schon seit mehr als 40 Jahren ausgetragen. Die Bouleabteilung bei der Eintracht wurde erst vor drei Jahren gegründet,

seit 2024 beteiligen sich deren Pétanque-Akteure am Punktspielbetrieb.

 

Mit Frauke Brandt, Ulrike und Florian Breer, Ute Arnemann, Hermann Watermann und Benno Gerbrand stehen die Teilnehmer an dem

nationalen Wettbewerb in Essen fest. Gespielt wird am Samstag, 23. Mai, im Doublette (zwei gegen zwei) und tags darauf im Triplette (drei

gegen drei) nach den Regeln des Deutschen Pétanque-Verbandes auf 32 Feldern.

 

Der Obenender Traditionsverein zählt inzwischen mehr als 30 aktive Mitglieder in diesem Bereich. Darüber hinaus gibt es zahlreiche

Gelegenheitsbouler und eine Rentnergruppe, die sich regelmäßig in dieser Sportart messen. Auch wenn es für manche Aktive hauptsächlich um den Spaß am Spiel und ein kameradschaftliches Miteinander geht, werden bei Eintracht aber auch der sportliche Ehrgeiz und der Leistungsvergleich vorangetrieben und gefördert.

 

Unter der Leitung Gerbrands, der über C-Lizenzen im Breiten- und Leistungssport verfügt, finden zweimal wöchentlich Trainingsstunden

statt. Die Übungseinheiten sind freiwillig und richten sich an alle Interessierten, gelten gleichwohl aber als Pflichtprogramm für die aktiven Spieler.

 

Das Programm zielt neben Schieß- und Legeübungen, wie „au fer“ (auf Eisen), „devant“ (davor), Hochportée und Gassenspiel, Zielkugel ziehen und Konter legen sowie anschließenden Spielen mit festgelegten Aufgaben auf Taktikmaßnahmen und mentales Training ab. Es umfasst Leistungstests und spezielle Lektionen für den Pointeur (Leger), Milieu (Mitte-Spieler im Triplette) und Tireur (Schießer) und sogar individuelle Hausaufgaben.

 

Das Trainingskonzept scheint indes erste Früchte zu tragen. So schrammte Eintracht in der vergangenen Saison denkbar knapp an der

Meisterschaft in der 1. Kreisklasse vorbei. „Wir sehen gute Leistungsfortschritte bei unseren Stammspielern und gehen deshalb mit

Optimismus in die Mitte April startende Serie“, so der Coach.

 

Für den Punktspielbetrieb wurden in diesem Jahr zwei Mannschaften mit insgesamt 17 Spielern in der 1. Kreisklasse (Nord und Mitte) und aus diesen zusätzlich ein 12-köpfiges Team in der Bezirksliga gemeldet. Zudem nimmt der Verein an den Qualifikationsturnieren für die

Landesmeisterschaften im Niedersächsischen Pétanque-Verband, am NPV-Pokalwettbewerb und an den Spielen um den Emsland-Pokal teil.


Die im Dunkeln sieht man doch. Die abendlichen Trainingseinheiten finden bei DJK Eintracht Papenburg in den Wintermonaten unter Flutlicht statt

Möglichst dicht an die Sau heran. Beim Boulespielen geht es in der Punktwertung buchstäblich um den letzten Millimeter.

Freut sich auf den Start der Punktspielserie und das Bundessportfest der  DJK: Die Bouleabteilung von Eintracht Papenburg mit (stehend vonlinks): Robert Untiet, Florian Breer, Anja Roelina van Lune, Benno Gerbrand, Frauke Brand, Willi Jansen, Susan Jie Yuan, Hermann-Josef Dinter, Reinhard Schmeling, Stephane Ganguillet, Jörg Fleige und Hans Röttgers sowie (unten von links) Hermann Tangen, Elke Untiet, Ulrike Breer, Jonas Jansen, Ute Arnemann, Hermann Watermann und Martin Goede.

Wenn es draußen stürmt und schneit. Diverse Freundschaftsspiele gegen den PSV Leer fanden in den Gewächshäusern einer Gärtnerei

statt, deren Pétanque-begeisterten Betreiber eine im Winter nicht genutzte Fläche kurzerhand zu Bouleplätzen umfunktioniert hatten.

Auf die richtige Technik kommt es an. Mit einem Portée (Hochwurf) versucht Eintracht-Spieler Florian Breer näher an die rote Zielkugel

(Schweinchen) zu kommen, als die rechts davon liegende Kugel der gegnerischen Mannschaft.