08.06.2025 - Nicht nur im Kreise des Sportvereins DJK Eintracht Papenburg, sondern bis weit darüber hinaus löste der Tod von Hermann Schulte tiefe Betroffenheit aus. Nach kurzer, unheilbarer Krankheit wurde er am Freitag, 6. Juni 2025, im Alter von 59 Jahren heimgerufen in die Ewigkeit.
Hermann Schulte war ein Eintrachtler durch und durch. Er verkörperte in tiefer Überzeugung dessen Tugenden, wie Zusammenhalt,
Verbundenheit, Zusammengehörigkeit und Harmonie. Eintracht war für ihn mehr als ein Verein. Eintracht, das war für ihn Familie, Freude und Freundschaft zugleich, Eintracht war für ihn ein Teil seines Lebens.
Aus einer Fußballer-Familie stammend lernte er schon als kleines Kind den Umgang mit dem „runden Leder“, durchlief später sämtliche
Jugendmannschaften und wechselte nach der A-Jugend in den Kader der 1. Herrenmannschaft. Hier wurde er rasch zu einer Säule der Elf und leistete einen wichtigen Beitrag zu dem 3:2 Sensationssieg in einemFreundschaftsspiel seiner Kreisligamannschaft gegen den damaligen Oberligisten und Zweitligaanwärter SV Meppen.
1986 erzielte Hermann Schulte den Siegtreffer gegen den FC Germania Papenburg und sicherte der Eintracht damit zum zweiten Mal nach 1982 den Papenburger Stadtpokal. 1992 wurde er zusammen mit Hansi Tammen in den Auswahlkader der Stadt berufen, der in einem Jubiläumsspiel gegen den Bundesligisten Werder Bremen antrat. Als Mannschaftskapitän gewann er im Folgejahr mit seiner Elf den Meistertitel und führte die „Erste“ in die Kreisliga.
Nachdem er 2001 seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, engagierte er sich zehn Jahre lang als technischer Fachwart im Vorstand. Von 2004 bis 2006 war er Trainer der 1. Herren, anschließend Fußballobmann. Als sein Nachfolge-Coach das Amt nach nicht einmal zwei Jahren überraschend niederlegte, sprang Hermann wie selbstverständlich ein und führte den Posten bis zur Neubesetzung im Jahr darauf fort. 2010 wurde er Co-Trainer der 2. Herrenmannschaft und übernahm von 2012 bis 2020 in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender eine Führungsrolle im Verein.
Die Liste seines Wirkens für die Papenburger Eintracht ließe sichbeliebig fortsetzen und bliebe dennoch nur ein unvollständiger Auszug. Wann immer seine unterstützende Hand gefragt war, sei es bei der Durchführung von Veranstaltungen, Aktionen oder Arbeitseinsätzen, stand er mit Rat und Tat zur Seite.
Als Sportler, der bei aller gebotenen Fairness, mit großem Ehrgeiz bis an seine Leistungsgrenzen ging, war er bis zu seiner Erkrankung in der Männersportgruppe, in der Bouleabteilung und außerhalb der Eintracht in einer Papenburger Alte-Herren-Fußball-Equipe aktiv.
Mit Hermann Schulte, und das darf ohne Übertreibung gesagt werden, trägt der Obenender Traditionsklub eine Legende zu Grabe. Einen
Aktivposten, der wie kaum ein anderer für seinen Heimatverein gelebt und diesen aus tiefster Überzeugung geliebt hat. Als vielfach engagierter Ehrenamtler, hatte er bis zuletzt das Wohl seiner Eintracht im Blick.
Obwohl er bereits von seiner schweren Erkrankung gezeichnet war, ließ er sich nicht davon abbringen, noch bis kurz vor seinem Tod seine Verbundenheit mit den Sportkollegen zum Ausdruck zu bringen und seinen Freunden nahe zu sein. So zeigte er ebenso bei den letzten Heimspielen der Fußballsparte wie auch im laufenden Punkt- und Pokalwettbewerb der Bouleabteilung Präsenz.
Das sportliche Kräftemessen, aber auch und besonders die Kameradschaft und ein fairer Umgang miteinander lagen ihm stets am Herzen. Hermann Schulte war bei den Vereinsmitgliedern überaus beliebt und hoch geschätzt. Er hinterlässt eine große Lücke.
Die DJK Eintracht Papenburg verneigt sich vor diesem großartigen Menschen und spricht seiner Frau Sabine, seinen beiden Kindern und
allen Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Hermann wird uns fehlen. (ta)